Andacht zu Römer 9,31-10,8
Ende einer Ära (2.Sonntag nach Epiphanias), Tag 3


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Lesung:

Römer 9,31-10,8

Israel aber hat nach dem Gesetz der Gerechtigkeit getrachtet und hat es doch nicht erreicht. Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus dem Glauben sucht, sondern als komme sie aus den Werken. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes, wie geschrieben steht: "Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden."

Liebe Brüder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott für sie, dass sie gerettet werden. Denn ich bezeuge ihnen, dass sie Eifer für Gott haben, aber ohne Einsicht. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. Mose nämlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: "Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben." Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so: "Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren?" - nämlich um Christus herabzuholen - oder: "Wer will hinab in die Tiefe fahren?" - nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen -, sondern was sagt sie? "Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen." Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.

 

Thema:

Die Kraft Christi nutzen

 

Auslegung:

Ein ehemaliger Nachbar hat bis vor wenigen Jahren seine Kuh vor den Karren gespannt und auf’s Feld geführt. Abends kamen die beiden zurück mit einer Ladung Zuckerrüben. Dieser alte Bauer hat sich offensichtlich nicht damit anfreunden können, dass es inzwischen moderne Hilfsmittel gibt, wie zum Beispiel Traktoren. Er plagte sich viel mehr, als es nötig gewesen wäre, ohne einen nennenswerten Ertrag zu erwirtschaften.

Ähnlich sieht der Apostel Paulus Israel. Sie plagen sich sinnlos. Zwar haben sie Eifer für Gott, aber ohne Einsicht. Wie in alten Zeiten versuchen Sie, Ihren Lebensacker von Hand zu bearbeiten. Aus eigener Kraft wollen sie vor Gott gerecht werden, wie das in den alten Zeiten des Mose und seines von Gott gegebenen Gesetzes üblich gewesen war.

Dabei hat Gott eine ganz wesentliche Erleichterung geschenkt: Christus. Christus ist des Gesetzes Ende. Das bedeutet: Mit ihm ist die Epoche vorbei, in der die Menschen sich durch eigene Leistung vor Gott in ein gutes Licht rücken müssen.

Wie ein Traktor die schwere Arbeit tut, hat Christus für uns die Gerechtigkeit erworben. Wie man sich auf einen Traktor setzt und ihn anmacht, so kann man sich Christus anvertrauen und „glauben“. Wie ein Traktor, der schon im eigenen Hof steht, müssen wir Christus nicht von weit her holen. Er ist da. Er steht direkt vor unserer Herzenstür. Wir müssen sein Glaubensangebot nur annehmen.

Paulus, der selbst Jude ist, trauert, weil ein Großteil seines Volkes die Zeitenwende Gottes noch nicht erkannt hat.

 

Gebet:

Vater im Himmel, wie viele Menschen plagen sich sinnlos. Durch Leistung wollen sie etwas gelten. Hole sie heraus! Lass sie Jesus entdecken! Schenke ihnen die Freude, die Gelassenheit und Geborgenheit des Glaubens.

Besonders bitte ich dich für folgende Menschen: ...

 

Impuls:

Paulus trauert um Israel. Trauern Sie um die Menschen in unserer modernen Gesellschaft. Auch sie machen sich zum Großteil das Leben unnötig schwer: Sie möchten aus sich selbst gerecht (=selbstgerecht) sein, anstatt die geschenkte Gerechtigkeit Christi anzunehmen.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Der Vergleich mit dem Traktor hinkt natürlich auch an einer Stelle: Jesus ist keine Maschine in unserer Hand, sondern lebendiger Herr, und wir sind in seiner Hand.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin