Andacht zu 1. Petrus 1,3-9
Wie neugeboren (Quasimodogeniti), Tag 2

Andachten auswählen

 

 

 

Lesung:

1. Petrus 1,3-9

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit. Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.

 

 

 

Thema:

Aufbewahrt

 

Auslegung:

Ein kleines Mädchen bricht seinen Schokoladen-Osterhasen nicht sofort an. Es möchte den Hasen noch aufheben. Er sieht so schön aus – viel schöner, als das Häufchen Schokoladenbruch, in das man ihn verwandeln könnte. Heben Sie auch manchmal etwas auf, weil es noch ganz neu ist - ein Kleidungsstück zum Beispiel?

Gott hebt für seine Christen etwas Nagelneues auf. Petrus spricht in unserem Abschnitt davon. Durch die Auferstehung Jesu ist es zum Vorschein gekommen. Zur Veranschaulichung zwei Vergleiche:

Zunächst: Das „weiße Kleid“, das Taufkinder, Kommunionkinder, Bräute aber auch Tote tragen können. Gott hat uns durch den Glauben neu gemacht: unbefleckt und rein. Wir sind wie neugeboren. Entsprechend makellos ist auch das Erbe, das Gott für uns aufbewahrt, und das wir nach unserem Tod antreten werden. Wie neu! Nicht umsonst ist die Farbe der Auferstehung und die Farbe von Ostern weiß.

Zweitens: Das „Gold“. Es rostet nicht. Es steht in unserem Text für Unvergänglichkeit. Wie schnell welkt eine Blume dahin! Wie schnell welkt ein Mensch! Das Erbe, das auf alle Glaubenden wartet, ist Gold wert. Es ist unverwelklich. Und noch etwas: Gold verbrennt nicht. Ganz im Gegenteil: Durch das Feuer wird es geläutert. So geht auch das Neue, was Gott in uns geschaffen hat, nicht kaputt, wenn wir Schlimmes durchmachen müssen. Sondern der Glaube und die Hoffnung in Christus hält dem Leiden stand. Unversehrt. Bewahrt für das Ziel: die Seligkeit.

 

Gebet:

Herr Jesus, du bewahrst für uns ein unverwelkliches Erbe auf. Das ist wunderbar. Gib uns neue Augen dafür. Lass uns auf dein Erbe zuleben, voller Ungeduld und Spannung!

 

Impuls:

Ziehen Sie diese Woche einmal ein weißes Hemd oder Bluse an. Lassen Sie sich davon erinnern an die Reinheit des Erbes, das Gott jedem Christ geben wird.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Zum Thema wiedergeboren bzw. Wiedergeburt siehe auch das Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus in Johannes 3 (Text 4 Trinitatis). Dort sagt Jesus: „Wenn nicht jemand wiedergeboren wird aus Wasser und Geist, kann er nicht in das Reich Gottes kommen“

v     Unser Text sagt nicht, dass ein Christ durch alle Anfechtungen hindurchtaucht, ohne zu leiden. Auch das Gold wird heiß. Es nähert sich dem Schmelzpunkt. Aber es geht nicht kaputt.

v     Zum Thema: Die Zeit der Entbehrung ist kurz im Vergleich zum ewigen Erbe, siehe auch 2.Korinther 4,16-18 (Text 6 Jubilate).

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin